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Ruppersthal – Geschichte


 
Als der ehemals weltberühmte Ruppersthaler Komponist Ignaz Joseph Pleyel im Jahre 1831 stirbt ist Ruppersthal ein Dorf mit 120 Häusern, 172 schulfähigen Kindern und rund 1000 Einwohnern.
Bei einer Zählung wird festgehalten: Es gibt hier 30 Pferde, 29 Ochsen, 135 Kühe, 222 Schafe, 2 Ziegen, 327 Schweine, 1132 Viertel Weingärten , 1320 Joch Ackerland, 45 Joch Waldungen und 33 Joch Gärten. Die hiesigen Bewohner sind Bauern, Hauer und Kleinhäusler, und im ganzen gut bestiftet; es befinden sich unter ihnen: 1 Schmied, 1 Schlosser, 1 Bäcker, 1 Fleischhauer, 2 Binder, 1 Schuster, 1 Schneider, 2 Weber, 1 Tischler, mehrere Maurer und Zimmerleute, dann ein Krämer und ein Wirt Von vorzüglicher Bedeutsamkeit sind die Rebpflanzungen, wovon ein guter Landwein gefechset wird. Die Gegend ist sehr schön, mit gesundem Klima und vortrefflichem Wasser begabt.

 
Die Kirche, dem Hl. Ägidius geweiht, ist umgeben von einem alten, malerischen Friedhof, wo Pleyels Eltern begraben liegen.

Sie war ursprünglich eine mittelalterliche Wehr- und spätgotische Staffelkirche, die später barockisiert wurde.
Von der Innenausstattung, wie sie sich den heutigen Besuchern darbietet, sind besonders erwähnenswert:

  • Die spätbarocke Kanzel (1735 - 1737) von Johann Sebastian Gürner zeigt am Korb vier Kirchenväter. Der Kanzeldeckel wird bekrönt durch die Figur Jesu als guter Hirte.


  • Die "Auferstehung" (1737), eine Holzstatue des auferstandenen Heilands mit Fahne. Sie wurde bei Auferstehungsprozessionen auf einem eigenen Traggestell von Mädchen getragen und stand danach bis Christi Himmelfahrt auf einem Seitenaltar.

 
Der Hochaltar mit dem bemerkenswerten Altarbild von Eques de Roettiers aus 1739 mit Engelfiguren seitlich und als Aufsatz, darüber: das Auge Gottes. Der freistehende Altartisch ist mit barocken Figuren des Hl. Petrus und Hl. Paulus versehen.

Die Seitenaltäre sind mit Figuren von Bernhard Schilcher (urkundlich 1762 und 1763 erwähnt) geschmückt und die Orgel (sie wurde von Franz Capek 1903 gebaut).

Die Berühmteste der Kirchenglocken stammt von Franz Rodtlmayer aus dem Jahre 1775.
Bemerkenswert und geschichtsträchtig präsentiert sich das am südlichen Ortsrand von Ruppersthal gelegene, von der Familie Dr. Müller aufwendig und stilvoll restaurierte Schloß (spätbarocker Bau, im 19. Jahrhundert und teilweise umgebaut). Im Garten befinden sich noch Reste eines von Vasen bekrönten Gartenportales im Zopfstil (um 1780).

Ruppersthal in neuen und alten Ansichten:

Ruppersthal früher
Ruppersthal früher
Die Lourdeskapelle bei Ruppersthal: